Produkttest Microsoft Peripherie

Der Titel sagt schon einiges:
Es wird mal wieder kritisch auf IT-Equipment geguckt. Genauer gesagt, geht es um zwei Geräte aus dem Hause Microsoft. Ich mache das dieses Mal etwas weniger ausführlich, da es zwei Geräte in einem Post sind. Wer Fragen zu Details hat, kann diese gerne in die Kommentare schreiben, damit ich näher drauf eingehe.
Ja, Microsoft macht nicht nur Software und die XBox, auch bei komplett eigenen Rechnern und Peripherie sind die Redmonder mittlerweile recht breit aufgestellt.
Auf dem Tisch habe ich dieses Mal eine Tastatur – das Universal Foldable Keyboard – und eine Mouse – die schlichte Designer Bluetooth Mouse.

Los geht es aber wie immer mit dem Transparenzhinweis:
Beide Geräte habe ich selbst aus eigenen Antrieb angeschafft, sie wurden mir nicht von Microsoft oder einem Händler zum Testen zur Verfügung gestellt oder sonst wie überlassen.
Das heißt, dass meine Einschätzungen zu beiden Geräten nicht beeinflusst sind (obwohl ich mittlerweile beim Windows Insider und Inside Microsoft Programm angemeldet bin; das kam aber erst nach den Käufen).
Genug der Formalitäten…

Mein Antrieb zum Kauf der Peripherie war, dass sich in meinem Kopf die Idee festgesetzt hatte, mein – mittlerweile betagtes – Android Tablet als vollwertigen Arbeitsplatz nutzen zu können. Und ja, ich bin vielleicht etwas altmodisch, aber längere Texte schreibe ich immer noch lieber auf einer echten Tastatur als auf einer Abbildung auf dem Bildschirm. Das hat viel mit der Haptik und dem Schreiberlebnis an sich zu tun. Es fühlt sich einfach besser an, wenn die Finger ein wenig arbeiten müssen und nicht einfach nur über das Glas huschen.
Aus dieser Idee erwuchs dann also der Bedarf nach einer passenden Peripherie-Lösung mit Tastatur und Maus.
Über die Maus mag man bei einem Touch-Gerät nun streiten, aber es gibt eben gewisse Dinge beim Arbeiten, die mit einer echten Maus besser zu machen sind als mit den Fettpatschern. Von den Fingerabdrücken und dem Geschmiere auf den Displays kann mittlerweile wohl auch jeder sein eigenes Liedchen singen.

Den Anfang machte dann also die Designer Bluetooth Mouse.
Ich hatte vor einiger Zeit die Erfahrung gemacht, dass Android von Haus aus einen Maus-Treiber mitbringt, der – einen entsprechenden Adapter vorausgesetzt – jede USB-Maus am Tablet nutzbar macht (zumindest jede der 5 von mir getesteten). Der Gedanke, dass das auch per Bluetooth gehen müsste, lag da nahe. Und da mir das Kabelgewirr einfach im Weg war und auch zu lange zum Aufbauen dauerte, war das zweite Argument für Bluetooth schnell gefunden. Da mich das Equipment auf Reisen und auch im Alltag begleiten sollte, wollte ich etwas nicht zu voluminöses oder schweres haben. Der Gedanke, da bei Microsoft zu suchen, war eigentlich ursprünglich nur eine halbwegs ironische Idee. Ich war dann reichlich überrascht, als die Maus dann genau meinen Bedarf traf.

Was hat man da dann in der Hand?
Offen gestanden nichts besonderes.

  • symmetrisch
  • 2 Tasten
  • Scrollrad (mit 3. Taste)

Die Maus ist – was auch sonst – aus Plastik gefertigt, liegt dank des leicht rauen Finish aber gut in der Hand und lässt sich dank der Form zumindest für mich auch für längere Zeit gut bedienen.
Bei einem Preis von knapp 35 Euro erwartet man zwar eigentlich etwas mehr, aber wenn ich bedenke, dass eine Maus bei mir selten länger als ein Jahr hält und ich diese jetzt schon seit gut 1,5 Jahren benutze, hat sich das schon gerechnet. Andererseits ist eine 35 Euro-Maus nun auch nicht mit Razer-Geräten zu vergleichen und will auch gar nicht in deren Liga spielen.

Die Bluetooth Designer Mouse wird von 2 AAA-Zellen versorgt. Microsoft legt wie es sich gehört entsprechende Zellen bei.
Der Knaller: Ich habe auch jetzt noch die mitgelieferten Batterien drin und die Maus macht keine Anstalten, die auf baldiges Leerlaufen hindeuten (Aussetzer, langsame Reaktion etc.). Eineinhalb Jahre mit einem Batteriesatz! Das müssen andere Hersteller erstmal hinbekommen. Die beiden Akkus, die ich direkt mitgekauft hatte, liegen ungenutzt in der Alltagstasche.

Leider kann der Bluetooth-Chip nur ein einziges Pairing. Will man die Maus also an wechselnden Geräten nutzen, muss man sie immer neu paaren. Das funktioniert zwar absolut problemlos, ist aber auf Dauer lästig.

Zu sehen gibt es natürlich auch etwas.

Batteriefach
Unterseite
Größenvergleich mit AA-Batterie
Scrollrad und Oberseite

Fazit:

  • grundsolide Maus
  • platzsparend
  • nicht herausragend aber gut verarbeitet
  • irrsinnige Batterielaufzeit

Alles in allem also eine gute 2+ nach Schulnoten.


Als zweite Anschaffung im Vorhaben „Tablet als Arbeitsplatz“ kam dann noch eine Tastatur.
Da ich auch hier wieder Wert auf Portabilität gelegt habe (wer schleppt schon tagtäglich eine Fullsize-Tastatur mit sich herum?!) und gute Erfahrungen mit der Maus von Microsoft gemacht hatte, bin ich auch hier wieder zu Microsoft gegangen.

Eines muss ich vorweg nehmen: Die Tastatur ist ein Kracher!

Kurz zu den Fakten:
Die Tastatur Universal Foldable Keyboard trägt diesen Namen nicht umsonst.

Universal – Die Tastatur lässt sich sowohl an Windows-  und Android-Geräten als auch iOS- und MacOS-Systemen betreiben. Microsoft schaut hier also über den Tellerrand hinaus und bedient alle gängigen Mobil-Welten gleichermaßen. Und auch wenn nur iOS-Geräte explizit erwähnt werden, erfahrungsgemäß geht auch MacOS.
Dazu kommt noch, dass die Tastatur zwei Bluetooth-Pairings halten und nahtlos dazwischen umschalten kann (Getestet mit Tablet und einem MacBook). Die OS-Auswahl hängt dabei am Pairing, man muss das also nur initial beim Verbinden machen statt jedes Mal erneut.
In meinem Fall sind die Pairings das erwähnte Tablet und mein privates Smartphone (auch Android).

Foldable – Die Tastatur lässt sich in der Mitte zusammenfalten und ist dann nicht größer als eine klassische CD-Hülle.

Interessanterweise mindert die extrem flache Bauform nicht das Schreibgefühl. Die Tasten haben einen sauberen Druckpunkt, eine gute Größe (müsste Fullsize sein) und die Anordnung von Funktionstasten und Sonderzeichen passt zu denen auf einer gewöhnlichen Schreibtischtastatur.

Der Wahnsinn ist auch hier der Akku.
Aufgrund der Bauform ist es nicht drin, mit austauschbaren Batterien oder Akkus zu arbeiten, sodass Microsoft einen festen Akku verbaut hat, der über einen Standard-Mikro-USB-Anschluss geladen werden würde.
Warum „werden würde“? Ich habe die Tastatur jetzt etwas mehr als 1 Jahr und noch nicht ein einziges Mal laden müssen! Und ich benutze sie sehr viel. Die Tastatur begleitet mich auf jeder Dienstreise und kommt schon bei der Anreise per Bahn im Zug zum Einsatz und ist auch mit das erste, was ich abends im Hotel auspacke.
Wer eine kabellose Tastatur benutzt und viel schreibt, weiß, wie schnell die Dinger Akkus leersaugen und normale Batterien buchstäblich verschlingen. Das Microsoft-Brettchen nicht. Ich bin echt beeindruckt.

Der Preis liegt aber auch in einer Höhe, dass ich gerne beeindruckt bin. Fast 100 Euro für eine Tastatur sind eigentlich nicht zu rechtfertigen. Aber ich hatte mir halt eine Idee in den Kopf gesetzt.

Die Tastatur bekommt von mir für Idee, Design und Größe und den herausragenden Akku eine sehr ansehnliche 1-.
Ich würde die Anschaffung jedem, der beruflich ähnlich viel unterwegs ist wie ich, und über einen Allrounder nachdenkt, ans Herz legen.

Hier noch ein wenig was fürs Auge…

Ladebuchse
Zusammengeklappt
Aufgefaltet
Größenvergleich AA-Batterie 1
Größenvergleich AA-Batterie 2 (Dicke)
Geräteauswahltasten
OS-Unterstützung
Gesamtansicht

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