Test OnePlus 3T

Es ist mal wieder soweit, Papa Trako darf testen.
Dieses Mal ist es ein Smartphone, das bislang in Deutschland kaum in Erscheinung getreten ist: Das Modell 3T des chinesischen Herstellers OnePlus.
Vorab: Ich glaube, dass dieses Smartphone eines der besten momentan erhältlichen ist.

Eingangs der mittlerweile obligatorische Transparenz-Vermerk.
Das getestete Gerät wurde mir nicht von Händler oder Hersteller oder sonst einer Partei mit wirtschaftlichem Interesse an diesem Test zu Testzwecken überlassen sondern direkt aus eigenem Antrieb von mir gekauft. Ich selbst habe auch nichts anderes als eine Kundenbeziehung zu OnePlus und keine wirtschaftlichen Vorteile direkt aus diesem Testbericht.
Die Bewertungen in diesem Post wären zwar so oder so absolut ehrlich aber so können wohl gar keine Zweifel aufkommen.

Fangen wir an, zuerst mal die Hintergründe.

Wer hier in der Vergangenheit häufiger mal gestöbert hat weiß, dass ich ziemlich heftig auf Googles Mobil-Betriebssystem Android abfahre.
Leider hat mein bisheriges Gerät, das Nexus 5, es geschafft, spürbar in die Jahre zu kommen. Der Akku war nicht mehr so ganz das, was für mich passt; die Leistung war immer noch top; es gibt leider keine wirklichen Updates mehr und Android 7 gibt es wenn überhaupt nur über „Custom ROMs“. Es war für mich an der Zeit, mich schweren Herzens nach Ersatz umzusehen.
Im Oktober 2016 bekam ich das Modell 3 von OnePlus in die Finger und konnte damit ein wenig spielen. Natürlich war mein Interesse geweckt und ich bekam die Info, dass Ende November der Nachfolger 3T starten sollte. Gesagt, getan, ich fing an, mir das Budget zusammen zu kratzen. Rund 430 bis 470 Euro sind ja doch keine kleine Summe.

Der Launchtermin kam und ging, OnePlus hielt ihn auch tatsächlich ein, nur konnte ich noch nicht bestellen. Genau auf Silvester war es dann aber soweit und ich bestellte das 3T in „Gunmetal“ (Farbe, effektiv ein mittlerer Grauton) und mit 64 GB Speicher. Die Variante mit 128 GB erschien mir überdimensioniert und die Farbe „Soft Gold“ passt irgendwie nicht zu mir. Soft Gold gibt es übrigens ausschließlich mit 64 GB Speicher.

 

Bestellung und Lieferung

OnePlus akzeptiert leider ausschließlich PayPal als Zahlungsmethode. Wer da, wie ich selbst, nur einen einfachen Account ohne Limit-Aufhebungen oder sonst was hat, ist da recht schnell vor Herausforderungen gestellt. Aber da das hauptsächlich ein Problem von PayPal ist, soll uns das im Kontext des Posts nicht weiter stören.
Meine Bestellung ging also am 31.12.2016 ein, die Bezahlung ebenfalls. OnePlus nannte mir einen erwarteten Versandtermin am 9.1. 2017 und die erwartete Zustellung wäre am 12.1. gewesen. Tatsächlich kam das Gerät samt mitbestelltem Zubehör aber schon am 5.1. bei mir an.
So darf das gerne öfter laufen, aber leider gibt es da einen kleinen Punktabzug wegen des scheinbar nicht absolut zuverlässigen Lagersystems.
Teilnote 3

 

Unboxing & Inbetriebnahme

Die Verpackung kam aufgeräumt aber durchdacht daher, wenn auch mit keinen sonderlichen Neuerungen. Andererseits steht da natürlich die Überlegung im Raum, was man bei einem Smartphone an der Verpackung großartig Innovatives machen könnte. Solide, aber kaum ein „Aha-Erlebnis“. Zwischennote 3…
Ein kleines Gimmick hatte OnePlus dann aber doch noch auf Lager: Eine der Verpackungen – ich glaube, es war das Headset – hatte eine Aufreißecke, wie man sie von Supermarkt-Aufschnitt-Packungen kennt.

Verpackung mit Aufreißecke
Verpackung mit Superkleber

Pluspunkt und damit kommt die Verpackung auf eine 2-.

Der Akku kam naturgemäß mit einer gewissen Grundladung, die ich erstmal auf 100% hochsetzen wollte.
Ich gebe zu, dass ich es nicht erwarten konnte, das 3T in Betrieb zu nehmen. Die Software wollte erwartungsgemäß zuerst einige Updates; das kann man jetzt auch kaum negativ bewerten. Insofern keine Abzüge in dieser Disziplin. Die Updates kamen zügig und geschmeidig rein, keine Haker oder ähnliches. Hier merkt man, ähnlich wie bei Apple, dass Hard- und Software-Entwicklung Hand in Hand gegangen sind und wirklich Aufwand in das Betriebssystem geflossen ist.
Note 2 an dieser Stelle für die Eigenentwicklung OxygenOS.

Und jetzt das, worauf viele wahrscheinlich am meisten warten. Produktfotos und Größenvergleiche. Ich halte an meiner Tradition fest und nehme eine Münze als Maßstab (dieses Mal nur 50 Cent, den ganzen Euro kann ich mir nach dem Kauf nicht mehr leisten 😉 ).

 

Aufbau des Geräts und Haptik

Nachdem wir nun alle wissen, wie das 3T aussieht, sehen wir uns den Aufbau mal etwas genauer an.
Außenkante oben: leer…
Außenkante unten: Lautsprecher, USB-C-Buchse, 3,5mm Klinkenbuchse
Außenkante links: Lautstärkewippe und 3-Punkt-Schiebeschalter („Normal“, „Nicht stören“ und „lautlos“; dazu später mehr)
Außenkante rechts: Power und der Dual-SIM-Schacht (dazu später)
Rückseite: Kamera und Blitz-LED

Vom Anfassen her „passt“ das 3T beinahe.
Ich weiß, darunter kann man sich sehr wenig vorstellen. Das Gerät liegt dank seiner Größe etwas unpraktisch und ist kopflastig. Insbesondere bei einhändiger Bedienung habe ich jetzt nach vier Wochen immer noch so meine Sorgen, dass es mir schlicht aus der Hand kippt. Beim Schreiben wird das ganz extrem und ich ertappe mich regelmäßig dabei, dass ich auch für eine schnelle kurze Antwort beide Hände um das Gerät lege. Vielleicht wäre da am inneren Aufbau für einen Nachfolger etwas machbar, sodass der Schwerpunkt weiter unten liegt. Oder ich halte es einfach anders als die Designer es sich gedacht haben… dennoch in meiner Wertung ein kleiner Punktabzug.
Pluspunkte sammelt das 3T dann aber beim Material. Auf der Außenseite ist scheinbar kein Plastik verbaut sondern vom Gefühl her ein Aluminium-Magnesium-Mix. Fühlt sich hochwertig an und vor allem knarrt am Gerät nichts. Ich würde jetzt nicht soweit gehen, das Gerät als offensichtlich im Unibody-Konzept gefertigt zu bezeichnen, aber es kommt dem sehr nahe.
Unibody? Unibody bedeutet, dass das Gerät aus einem einzigen soliden Block gefräst und dann mit dem elektronischen Innenleben gefüllt wurde.

Insgesamt bekommen Material, Verarbeitung und Bedienung eine glatte 2.

 

Software-Ausstattung und Bloatware

Out-of-the-box war eine Vorgängerversion von OxygenOS installiert, die noch auf Android 6 basierte. Rund um den Jahreswechsel 2016-2017 hat OnePlus den Rollout vom aktuellen Oxygen gestartet, das jetzt auf Android 7 „Nougat“ basiert (übrigens mein bisher liebstes Android, da ich einen leichten Hang zur gleichnamigen Süßigkeit habe).
Wie oben schon erwähnt laufen die Updates flüssig und ohne erkennbare Schwierigkeiten.
Teilnote 2, das kenne ich von anderen Geräten deutlich schlechter

Die vorinstallierte Software ist überschaubar (eine Grundausstattung ohne große Extras) und pragmatisch angelegt. OnePlus hat nicht den Fehler einiger anderer Hersteller wiederholt und für jeden Zweck eine eigene App vorinstalliert sondern wirklich nur für die Kernfunktionen der Hardware entsprechende Tools installiert.
Natürlich kann eine App-Grundausstattung niemals jeden erdenklichen Einsatzzweck abdecken. Da das 3T für den offiziellen Playstore zugelassen ist, gab es da auch keine Schwierigkeiten.
Teilnote 2 für die schlanke Vorinstallation.

Leider setzt OnePlus aber an ein paar Stellen angepasste Versionen der Standard-Google-Apps ein (Telefon, SMS, Uhr und wahrscheinlich noch ein paar mehr, die mir noch nicht aufgefallen sind). Diese laufen als OnePlus-Entwicklungen in der Update-Orgie vom Playstore. Dadurch wird die Liste „meine Apps“ im Playstore erstmal etwas unübersichtlich mit zwei scheinbar gleichnamigen Apps und wer, wie ich, diese Liste als Referenz für alle aktuellen und zukünftigen Geräte nutzt, muss erstmal aufräumen.
Das gibt einen Punktabzug, womit der Bestandteil „Vorinstallierte Apps“ auf 3+ abrutscht.

 

Netzwerk und Konnektivität

Ich muss mich hier auf das Datenblatt verlassen und erspare mir die Wiederholung der dortigen Angaben.

Geprüfte Tatsache ist aber, dass die Übertragungsraten von LTE und WLAN die Möglichkeiten der meisten Internetzugänge (WLAN) und der Mobilfunkzellen komplett auslasten könnten. Das WLAN habe ich im heimischen Netz schon mit rund 300 MBit/s gesehen, das LTE-Modul kam bisher leider kaum über 25 MBit/s hinaus, was aber nach Rücksprache mit dem Provider wohl an der generellen Anzahl an Nutzern in der Funkzelle liegt. Laut Spezifikationen des LTE-Standards sollten hier Bandbreiten bis zu 1 GBit/s möglich sein. Aber diese Laborbedingungen kann ich leider nicht nachstellen zur Prüfung.

Das GPS-Modul ist äußerst schnell mit der Positionsbestimmung.
Bei Ingress dauert die Lokalisierung im Zusammenspiel mit den anderen von Android genutzten Datenquellen (z.B. bekannte WLANs und die Mobilfunkzelle) im Regelfall keine 3 Sekunden.

Aufgrund dieser Erfahrungen und dem Datenblatt vergebe ich hier mal eine 2+.

 

Mitgeliefertes und optionales Zubehör

OnePlus liefert nur wenig Zubehör mit.

  • DashCharge Ladegerät
  • Displayfolie (bereits aufgebracht ab Werk)

Das war es dann auch.
Note 3-; nichts besonderes und ein Punkt Abzug für das fehlende Headset.

Der gesamte Zubehörkatalog ist da deutlich umfangreicher und reicht vom Headset über diverse Hüllen und Backcover bis hin zu Powerbanks und Oneplus-gebrandeten Taschen und T-Shirts.
Zugegeben, letzteres ist eher in den Bereich Merchandise zu verorten, aber ich will ja nichts unterschlagen.

Ich habe mir neben dem reinen Gerät noch folgendes Zubehör mitbestellt:

  • 2. Ladegerät (eins fest zu Hause, eins in die Tasche für den Tagesbedarf im Büro)
  • Headset „OnePlus Bullets“
  • Backcover „Black Apricot“
  • 2. Displayfolie als Ersatz

 

Kameras

Ich muss gestehen, dass ich mir auch mal das Huawei P9 angesehen hatte. Dabei hatte mich die Kameralösung mit zwei separaten Systemen, deren Aufnahmen für mehr Farbtreue und Detailgrad zusammengerechnet werden, fasziniert. Die Bildqualität ist auch tatsächlich imposant (auch wenn sich das ambitionierte Hobbyfotograf in mir sich immer noch dagegen wehrt, dass Smartphones wirklich hochwertige Fotos hinbekommen).
Die Hauptkamera am 3T ist aber ebenfalls nicht von schlechten Eltern. Die Auflösung von 16 Megapixel sorgt dafür, dass Bilder bei nicht zu viel Zoom nicht vermatschen.

Interessanterweise hat OnePlus auch als Frontkamera ein Modul mit 16 Megapixeln verbaut. Ob man damit auf den Selfietrend aufspringen will, ist mir noch nicht so ganz klar. Passen würde es aber, da die Kamera-App im Frontkamera-Modus automatisch auslöst, sobald ein Lächeln erkannt wurde. Nettes Gimmick, aber mehr auch nicht. Daher kein Punkteplus.

Interessanter ist da schon die Kamera-Ansteuerung und die Speicherung.
Die Kamera-App lässt einige manuelle Einstellungen zu:

  • Fokus
  • ISO-Wert
  • Belichtungszeit

Einzig die Blende ist nicht einstellbar, aber es wäre für eine Smartphonekamera auch höchst ungewöhnlich, eine variable Blende zu haben.
Hinzu kommt, dass die hauseigene App nicht nur JPEG-Dateien ablegt sondern auf Wunsch auch RAW-Files im DNG-Format dazulegt. Die DNGs lassen sich in Lightroom bearbeiten, sodass einiges an Nacharbeiten möglich wird. (gut, auch Lightroom macht aus einem optischen Schlammkuchen keine fünfstöckige Hochzeitstorte vom Konditormeister, aber wer schon mal RAWs nachbearbeitet hat, weiß die Möglichkeiten des Formats zu schätzen)

Auch bei schwierigen Lichtverhältnissen und dem üblichen „Vor-dem-Kaffee-Zittern“ kommen noch recht gute Bilder zustande. Das ist vermutlich dem doppelten Bildstabilisator (optisch und elektronisch) zu verdanken.

Den direkten Vergleich muss ich leider schuldig bleiben, vorerst, da mir im Moment die passenden Motive fehlen.

Die Frontkamera lasse ich aus dieser Bewertung mal raus, da ich sie so gut wie nie brauche.
Ich komme so immer noch auf eine ausgesprochen gute 1-, hauptsächlich wegen der RAW-Kompatibilität, der Lichtstärke und der Bildstabilisierung.


Machen wir mal einen Zwischenstand, bevor wir auch die kleinen Gimmicks und das, was mir besonders aufgefallen ist, eingehen:
Bestellung und Lieferung: 3
Verpackung: 2-
Inbetriebnahme: 2
Aufbau und Haptik: 1
OS: 2
Vorinstallierte Apps: 2
Fragmentierung/ Eigenentwicklungen: 3+
Netzwerke und GPS: 2+
Basis-Zubehör: 3-
Kameras: 1-

Damit ergibt sich eine vorläufige Gesamtnote von 2.

 

Innenleben

Was wir bei der Bewertung aber noch nicht betrachtet haben, sind die elektronischen inneren Werte. Und hier hebt sich das 3T meiner Meinung nach deutlich von den Mitbewerbern ab.
Als Prozessor verbaut OnePlus einen Snapdragon 821 4-Kerner (2 Cores mit 2,35 GHz und 2 mit 1,6 GHz für weniger anspruchsvolle Apps). Daneben sind 6 GB RAM verbaut, meines Wissens der momentane Spitzenwert bei mobilen Geräten. So viel RAM haben nicht mal alle Notebooks. Als Speicher sind 64 oder 128 GB fest verbaut, einen Erweiterungsschacht für MicroSD- oder andere Speicherkarten gibt es leider nicht. Die 64 GB muss man aber auch erstmal voll bekommen.
Der Akku ist mit 3.400 mAh ausgelegt und reicht bei sparsamer Nutzung gut und gerne 4 Tage. Das ist für ein modernes Smartphone mit all seinen dauerhaft gehaltenen Verbindungen mehr als beachtlich.
Ich bin geneigt, hier eine glatte 1 zu geben, sodass wir uns in der Gesamtwertung auf 2+ steigern.

 

Besonderheiten

Headset
OnePlus bietet zwei verschiedene Headsets an, allerdings keines als Standard-Zubehör direkt mit in der Box. Das ist bedauerlich, hat aber oben schon Eingang in die Wertung für den Lieferumfang gefunden.
Das Modell „Bullets“ ist als In-Ear gebaut. Auch wenn ich diese Bauform eigentlich gar nicht mag (abgesehen vom hygienischen Aspekt aller Kopfhörer drücken die meisten dieser Stöpsel nach einiger Zeit einfach nur unangenehm), muss ich hier mal eine 2- geben, was dem Klang geschuldet ist.
Der Klang der Stöpsel ist meiner Meinung nach für diese Preisklasse (€ 20) hervorragend und die Lautstärke nicht zu verachten. Nach außen hin kommt jedoch so gut wie nichts durch.
Eine Note vergebe ich an dieser Stelle nicht, da es hier um den Test des 3T, seiner Funktionen und des mitgelieferten Zubehörs geht.

DashCharge
OnePlus nennt seine Schnellladetechnik so. Im Gegensatz zu anderen Methoden scheint OnePlus hier aber einen echten Treffer gelandet zu haben.
Wie oben schon geschrieben, hält der Akku bei sparsamem Gebrauch mehrere Tage durch. Dafür schafft DashCharge aber auch gut 60% Akkuladung in knapp 30 Minuten. Der Clou ist nach eigenen Angaben, dass nicht die Spannung beim Laden erhöht wird sondern die Stromstärke. Bildlich gesprochen wird also nicht mehr Wasser unter erhöhtem Druck durch die gleiche Leitung gepumpt sondern die Leitung vergrößert, sodass bei gleichem Druck mehr Wasser fließt. Gut, der Vergleich hinkt, aber ich denke, es wird trotzdem deutlich. Der Akku bekommt nicht bei jedem Laden einen Schock sondern kann sich ganz genüßlich voll ziehen. Die dabei entstehende Wärme wird auch nicht am Gerät abgeleitet sondern am Netzteil und am Kabel. Dementsprechend ist leider das Netzteil deutlich größer als bei Smartphones mittlerweile üblich.
Am Anfang hatte ich leichte Bedenken, da das Ladeverhalten etwas merkwürdig wirkte (nach ca. 60% über Nacht scheinbar unterbrochen und dann erst beim neuerlichen Anstecken auf 100% hochgeladen). Das hat sich aber nicht bestätigt, sodass ich jetzt nach jedem normalen Ladevorgang bei 100% ankomme. Ein normaler Ladevorgang dauert bei mir ca 7 Stunden, also über Nacht. Generell gibt OnePlus übrigens die Warnung heraus, das Gerät nie länger als 12 Stunden am Netzteil zu betreiben. Dies ist wohl der veränderten Ladetechnik geschuldet, aber kein Nachteil.
Ich schwanke hier in der Bewertung zwischen 2 und 1-. Das dickere Netzteil und die stabileren Kabel sind hinsichtlich der Tragbarkeit ein Nachteil, die Schnellladefunktion an sich aber ein großer Vorteil. Dadurch, dass auch reguläre Netzteile und auch Powerbanks funktionieren, ergibt sich hier nur eine kleine Einschränkung (DashCharge funktioniert nur mit den Original-Adaptern) und damit gebe ich einfach mal die 1- für Nachdenken und Entwicklungsaufwand.
Gesamtnote bisher: 1-

3-Punkt-Schieber
Der Lautstärkeregler… Dieses Konzept kenne ich bisher nur vom iPhone, allerdings nur als „entweder Krach oder Stille“ ohne Zwischenstufe. Oberhalb der Lautstärkewippe ist ein Schiebeschalter eingebaut, der die Lautstärke und die Benachrichtigungsmodi steuert. Die Optionen sind „Normal“, „Bitte nicht stören“ (also nur wichtige Benachrichtigungen) und „Lautlos“. Die Einstellungen der Modi lassen sich noch modifizieren.

Alarme 1
Alarme 2
Alarme 3
Alarme Übersicht

Ob das praktikabel ist, muss ich erst noch herausfinden. Im Moment schalte ich hauptsächlich zwischen „Normal“ und „Lautlos“ hin und her.
Für die Idee und die Anpassungsoptionen würde ich alleine schon eine 2+ geben, aber hier kommt meine persönliche Färbung mit ins Spiel und ich vergebe Pluspunkte für die Idee, Apple mit der Zwischenstufe eins auszuwischen, womit wir auf eine glatte 1 kommen.
Damit liegt die Gesamtwertung genau zwischen 1 und 1-.

DualSIM
Das 3T unterstützt zwei SIM-Karten gleichzeitig. Das ist natürlich für die meisten nur eine nette Dreingabe. Nutzer, die gerne Privates und Dienstliches trennen und nicht immer zwei Geräte schleppen wollen, werden das aber begrüßen (sofern die Unternehmensrichtlinie den Einsatz privater Geräte zulässt). Dieses Feature ist nicht sonderlich weit verbreitet und bietet generell eher Vor- als Nachteile. Der Einsatz einer zweiten Prepaid-Karte bei Auslandsaufenthalten wäre da eines der ersten Beispiele, die mir einfallen.
Da ich bisher nur eine SIM-Karte nutze, gibt es hierfür keine explizite Wertung sondern ich lasse es als Tendenz am Ende mit einfließen.

Fingerabdruckscanner
Hier macht OnePlus viel richtig. Der Fingerabdruckscanner, der auch gleichzeitig als Home-Button dient, ist nicht mit Mechanik hinterlegt sondern eine reine Sensortaste. Eine Beschädigung, wie Erzfeind Apple sie bei einigen Modellen erlebt hat und die das Gerät unbrauchbar gemacht hatte, ist damit deutlich unwahrscheinlicher. Ich benutze am iPhone den Fingerabdruck sehr gerne zum Entsperren; es ist einfach deutlich komfortabler einen der richtigen Finger auf den Sensor zu legen statt immer wieder 4 bis 8 Stellen als Code einzugeben.
Das 3T hat einen extrem schnellen Sensor; laut Angaben von OnePlus braucht eine erfolgreiche Erkennung 0,2 Sekunden. Diesen Wert habe ich bisher nicht erreicht, aber der Sensor ist angeblich lernfähig. Das kann ich vom persönlichen Eindruck her bestätigen. Ich benutze meistens den gleichen Finger zum Entsperren und obwohl ich 4 Abdrücke gespeichert habe, geht dieser „Hauptabdruck“ mittlerweile spürbar schneller als die anderen.
Ein wirklicher Vorteil ist das an sich nicht, darum vergebe ich hier keine explizite Note sondern lasse es ebenfalls als Tendenz in die Gesamtwertung eingehen.

Damit ergibt sich unter dem Strich…


Gesamtnote: 1

Damit erreicht das OnePlus 3T als erstes Gerät, das ich teste, eine 1er-Wertung!

Man könnte mir jetzt – berechtigt – vorwerfen, dass ich kaum Negativaspekte aufgezeigt habe. Das liegt jedoch daran, dass ich bisher keine außer der erwähnten gefunden habe und nicht an der Summe, die ich gezahlt habe, oder daran, dass ich diese Ausgabe vor mir selbst rechtfertigen wollte.
OnePlus hat sich das Motto „Never settle“ gegeben, was übersetzt soviel heißt wie „Gib dich nie zufrieden“. Ich finde, sie haben das gut umgesetzt. Im Moment gibt es eigentlich nicht wirklich etwas, was man aus meiner Sicht am 3T noch verbessern könnte.

Ihr seid anderer Meinung? Gerne in die Kommentare, lasst uns diskutieren!
Ich soll einen Aspekt nochmal gesondert ansehen? Auch gerne in die Kommentare!

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