Ikea-„Hack“: Laptop-Ständer

Ikea-„Hack“: Laptop-Ständer

Okay, vielleicht ist die Bezeichnung „Ikea-Hack“ übertrieben, aber andererseits gelten auch lackierte Ikea-Regale mit zusätzlichen Schraubhaken schon als Hack.

Bei mir ist es – in Vorbereitung auf den kommenden privaten Laptop – ein Laptop-Ständer geworden.

Was man braucht:

  • Ikea Tablet- oder Buchstütze
    Ich habe eine aus der Rimforsa-Reihe genommen, die aber leider mittlerweile nicht mehr zu bekommen ist. Nachfolger ist die Vivalla-Reihe, die allerdings noch etwas Handarbeit zum exakten Nachbau bedarf; der Vivalla fehlt der Schlitz auf der Rückseite, der bei Rimforsa zum Aufhängen in der Küche diente (nicht bei mir, ich sträube mich gegen eine Komplett-Ikea-Küche).
  • Einen aktiven USB-Hub
  • 3 bis 4 USB-Verlängerungen
  • Sekundenkleber
  • Klettband zum Kleben
  • Etwas Schmirgelpapier

Die Verlängerungen und der Hub sollten idealerweise USB 3 unterstützen und nicht irgendwas aus der Grabbelkiste im Elektroladen sein. Das geht dann zwar in die Preise, aber dann habt ihr davon wenigstens noch einige Zeit länger was. Es heißt bei sowas nicht umsonst „wer billig kauft, kauft zwei Mal“.

Wer den Vivalla-Halter hat oder kauft, braucht noch einen Holzbohrer und eine kleine Säge, am besten wohl eine Laubsäge.

Aussehen tut das ganze am Ende dann so:

Der USB-Hub hängt mittels Klettband in der Innenseite des Ständers.
Das Klettband hat den Vorteil, dass ihr euch nicht die Finger brecht bei dem Versuch, die Kabel in die oberen Anschlüsse zu bugsieren, sondern sie einfach bequem einstecken und dann mit dem Hub in den Ständer klemmen könnt. Wendet dabei nur nicht zu viel Gewalt an, damit Kabel und Verbindungen nicht beschädigt werden.

Der Schöne an einem aktiven USB-Hub ist, dass die meisten noch spezielle Ports haben, die höhere Stromstärken abgeben können und damit als Ladeports funktionieren. Das sind bei meinem Prototyp die drei Ports, die ich auf die Rückseite rausgeführt habe.


Daran lassen sich so ziemlich alle USB-Geräte zügig(er) aufladen und ich komme recht einfach dran.

Obendrein habe ich den USB-Hub nicht mittig im Bambus-Ständer platziert sondern weiter nach außen, sodass ich auch noch an die beiden seitlichen Ports vom Hub komme.

Die Verlängerungskabel sollten nicht allzu lang sein, sonst gibt das im Ständer ein heilloses Chaos, das auch noch das Risiko von Kabelbrüchen birgt.

Die kürzeste Länge für USB3-Verlängerungen, die ich gefunden habe, sind 15 cm. Das sollte zum Rausführen und verkleben der Buchsen mehr als ausreichend sein. Ich hatte alle Teile schon hier aus früheren Schreibtisch-Layouts und habe sie für diesen Prototypen „recyclet“. Warum Geld für etwas ausgeben, das noch wunderbar funktioniert?! Da lebe ich lieber mit etwas Kabelsalat, den man aber normalerweise eh nicht sieht.

Hier seht ihr das ganze Konstrukt nochmal mit Laptop.

Getestet habe ich das Gebilde mit Laptops bis zur 15 Zoll-Klasse. Alles darunter sollte problemlos gehen. Bei 17 Zöllern wäre ich vorsichtiger, da hier der Schwerpunkt eventuell zu weit hinten liegt und das ganze ins Kippen bringen könnte. Und bevor ihr das in Angriff nehmt, prüft bitte, wie weit sich der Laptop aufklappen lässt. Viele Geräte, insbesondere aus dem Privatkundensegment lassen sich kaum über 90° aufklappen.
Generell gilt übrigens: Nachmachen auf eigene Gefahr! Ich übernehme keine Haftung für irgendwas sondern möchte hier nur eine Idee liefern.

Habt ihr ähnliche Gebilde gebaut? Habt ihr das hier nachgebaut und wollt eure Erfahrungen teilen? Habt ihr Rückfragen?
Einfach in die Kommentare damit, ich freue mich immer über frische Ideen.

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