Allgemein

Immer mit der Ruhe – Ein Plädoyer für mehr Langsamkeit

Hier noch schnell und da noch eben… kennen wir alle, oder?
Ich will hier jetzt nicht in das Achtsamkeitshorn blasen wie so viele andere vor mir schon. Das wäre reichlich unehrlich, wenn man bedenkt, dass ich selbst auch eher zur Fraktion „Multitasking und am besten noch 5 Sachen nebenbei“ gehöre. Das führt letztlich zum feinsten Burn Out und ist auch sonst nicht gesund.

Auch die Gründe, warum das so ein verbreitetes Verhalten ist – sowohl im Job als auch im privaten Umfeld, und wie man dagegen angehen kann, sind schon hinlänglich erläutert.

Stattdessen soll dieser Post eine Art Selbstermahnung sein.
Es ist gut, richtig und wichtig, mal mehr als nur einen Gang runter zu schalten. Übrigens: Wer ein Auto mit Automatikschaltung fährt, kennt vielleicht den sogenannten Kick Down. Dieser sorgt dafür, dass effektiv einen Gang runter geschaltet wird und dadurch mehr Drehmoment und Drehzahl zum Beschleunigen zur Verfügung stehen.
Insofern ist diese Floskel eigentlich total widersinnig, wenn man sie mit Entschleunigung – noch so ein Schlagwort – assoziiert.

Man muss nicht aus allem einen Wettbewerb machen. Das eigene Hobby – bei mir die Fotografie – muss kein Geld einbringen sondern darf auch gerne einfach nur so passieren.
„Ich lese gerne, schaffe so circa 4 Bücher die Woche“ – Glückwunsch! Es gibt Speedreading-Wettbewerbe, aber wenn ich lese, dann zur Entspannung und um für einen Moment ein Stück weit der Realität zu entfliehen. Hast du das auch? Nimmst du irgendwas aus der Lektüre mit? Ich glaube nicht.

Natürlich ist es äußerst angenehm, wenn man mit dem Hobby auch etwas Geld nebenbei verdienen kann, aber das sollte eben nicht der Hauptzweck eines Hobbies sein. Dann kann man es auch gleich versuchen, als echte Nebentätigkeit anzumelden und dahin auszubauen. Bevor man aber noch beim zuständigen Amt steht, ist der Entspannungseffekt schon verloren.

Das Hobby zum (Neben-) Beruf zu machen führt nur dazu, dass man sich noch zusätzlich stresst und Frust aufbaut, weil man es eben nicht so professionell betreibt wie den eigenen Hauptberuf oder auch wie einige Vorbilder.
Es ist okay, richtig und wichtig, auch mal Fehlschläge hinzunehmen oder eben nicht jedes Ziel sofort zu erreichen. Manchmal ist auch der Weg das Ziel – Stichwort Lernen – und solange man weiterkommt statt stehen zu bleiben oder rückwärts zu gehen, interessiert niemanden, wie schnell man voran kommt.
Du brauchst einen Monat, um ein Buch durchzulesen? Okay, super, du hast es also genossen und kannst es dir jetzt für einen späteren neuen Durchgang ins Regal stellen. Schnapp dir das nächste vom Stapel der Schande, wenn du soweit bist.
Du hast 5000 Fotos geschossen und nicht eines davon ist so, wie du es dir vorgestellt hast? Mach nochmal 5000, experimentier rum!

Und wenn du mal einen Tag oder eine Woche gar nichts hinbekommst?
Egal, das heißt doch einfach nur, dass dein Unterbewusstsein dir einen Tag zum Aufladen verordnet. Du musst nicht jeden Tag ein neues Super-Foto raushauen nur weil andere ihren Instagram-Feed vollpumpen.
Du liest den gleichen Absatz im Buch drei mal und kommst immer noch nicht in Gedanken in die Welt des Buchs? Mach was anderes, so oberflächlich bringt dir das Buch grade nichts.

Wenn gar nichts zu gehen scheint, gibt es immer noch Plan Z:
Leg dich ins Bett oder auf die Couch und guck Löcher in die Luft.
Einfach mal gar nichts wirklich tun…
Nachts verarbeitet unser Unterbewusstsein den Tag ohne dass wir davon viel mitbekommen außer durch wirre Träume. Tagsüber geht das auch, wenn wir die Kapazitäten dafür freimachen. Es kommt zwar nichts hoch ins Bewusstsein, aber dennoch räumt das Gehirn beim Nichtstun auf.

Naja, zumindest meins…
Wenn es euch anders ergeht, freue ich mich auf eure Tips.

Allgemein

Ostwestfälische Hotdogs – Der Lipper, kulinarisch betrachtet

Die Ostwestfalen, und hier insbesondere die Lipper, sind ein ganz eigener schon beinahe rustikaler einfacher Menschenschlag.

Außenstehenden gelten sie meist als verschlossen und eigenbrötlerisch und dennoch sieht man sie oftmals in alle Welt ausziehen. Mal im Sinne eines Urlaubs, den sich der Lipper trotz seines geradezu epochalen Geizes gerne gönnt, und mal im Sinne der Auswanderung aus ihrem Fürstentum heraus.

Nun ist der Lipper in seiner Einfachheit auch sehr von den kulinarischen Ergebnissen der eigenen Kultur überzeugt und verwendet sehr gern Zutaten und Produkte, die in der eigenen Region heimisch sind, nicht sonderlich extravagant und damit kostspieliger sind und kocht nach dem Motto „Watt der Bauver nit kennt, datt fritt er nit“ (Was der Bauer nicht kennt, das (fr)isst er nicht).

Dennoch ist der Lipper neugierig und bringt gerne Ideen von seinen Reisen und aus den Erzählungen der Ausgewanderten an das heimische Herdfeuer und passt diese an seine Vorlieben für einfache günstige lokale Produkte an.

Aus eben diesem Bestreben ist dann auch der „Ostwestfälische Hotdog“ entstanden, den ich euch heute näher bringen will.

(Wer es bis jetzt nicht verstanden hat: Das hier wird ein Rezept-Post, bei dem ich meine eigene Heimat auch gleich ein wenig auf die Schippe nehme)

Betrachten wir zunächst den Ursprung des Hot Dogs. Im Widerspruch zum für westlich geprägtes Verständnis etwas absonderlichen Namen, werden hier nicht die besten Freunde des Menschen auf dem Teller landen. Der klassische Hot Dog ist ein Heißwürstchen in einem länglichen weichen Brötchen, das mit allerlei Saucen – zumeist Ketchup und Senf, und diversen verarbeiteten Gemüsen ergänzt wird. Dazu gehören geröstete Zwiebeln, eingelegte Gurken und auch exoten wie Chilis, Käse und ähnliches.

Dem Lipper ist schon das Brötchen suspekt. Ein längliches weiches Brioche ist für ihn kein Brötchen sondern eher etwas für den Frühstückstisch oder als Snack pur zwischendurch. Ein lippisches Brötchen ist ein einfaches „normales“ Weizenbrötchen und das wird sich auch nicht ändern. Um die Form einigermaßen nah an das Original zu bekommen, lässt sich der Lipper noch auf sogenannte Baguette-Brötchen ein, die mittlerweile durchaus gut in der Region zu bekommen sind.

Der Lipper mag es in seiner Küche durchaus herzhaft, sodass statt eines Heißwürstchen Geräuchertes zur Verwendung kommt. Überlieferungen zufolge waren die ersten Versuche mit Schinken von eher fragwürdigem Erfolg und es dauerte einige Zeit, bis der Lipper das sogenannte Mettendchen für seine kulinarische Adaption des amerikanischen Wurstbrötchens entdeckte. Je nach Größe des Mettendchens nach dem Braten – besonders wichtig, da sich der Geschmack dann erst entfaltet – landen dann ein bis zwei davon im aufgeschnittenen Baguette-Brötchen.

An Saucen ist im Fürstentum mittlerweile eigentlich auch an die interessantesten Exoten zu kommen. Die Alten jedoch beschränken sich auf die klassische Dreifaltigkeit aus Ketchup, Mayonaise und Senf – wobei die fettreiche Mayonaise aufgrund des eh schon hohen Fettanteils der Mettenden sich nicht empfiehlt.

Geröstete Zwiebeln, eingelegte Gurken, Käse und andere denkbare Hot Dog Extras sind dem Lipper zwar allesamt für sich betrachtet nicht fremd, aber er verwendet sie lieber für andere Gerichte als die Adaption eines solchen fremdländischen Humbugs. Es hat sich jedoch etabliert, dem Würstchen eine Decke aus Krautsalat, welcher auch an sich schon importiert ist aber in der lippischen Kultur mittlerweile recht gut verankert ist, zu geben. Kohl hat in der lippischen Küche seit je her einen festen Platz und das Einlegen ist für den Lipper wenig genug Aufwand, um es sich zu eigen zu machen.

Der Lipper hat sich damit eine ganz auf die persönlichen kulinarischen Vorlieben zurecht geschnittenen Variante der Hot Dogs geschaffen:

  • Ein einfaches längliches Brötchen, aufgeschnitten – am liebsten ofenwarm, darf auch Aufbackware sein
  • Ein Bett aus einfachem Tomatenketchup
  • 1 bis 2 gebratene geräucherte Mettenden
  • Krautsalat über die Würstchen
  • Senf obendrüber

Diese Abwandlung hat sich nun wieder vom Fürstentum aufgemacht in die Welt. Im Ruhrgebiet ist sie bereits angekommen und stellt eine schnelle, einfache und schmackhafte Alternative dar, wenn es eben mal nicht der klassische amerikanische Hot Dog oder die nackte Bratwurst im Brötchen sein soll.

Wohl bekomm’s!

IT Tips und Tricks

Wenn die Armbanduhr den Rechner ausschaltet

Es gibt in der IT-Welt schon witzige Begebenheiten…

So ist es in der vergangenen Woche einem Arbeitskollegen und mir untergekommen, dass sein Laptop immer mal wieder in den Ruhezustand gewechselt ist, sobald er die Enter-Taste auf dem Ziffernblock benutzt hat.
Grade für Excel-Jockeys oder sonst jemanden, der viele Zahlenfolgen nacheinander einhackt, kann das schon mal ungünstig sein.

Sinn und Unsinn

Sinn und Unsinn und… Feuerwerk

Alle Jahre wieder, konkret zum Jahresende, kommt die Diskussion „Feuerwerk ja oder nein“ hoch.
Die klassischen Medien treiben die Sau wieder durch ihre Dörfer, die Netzwerke strotzen vor Posts aller Art der Pro- und auch Contra-Seite mit allen möglichen vernünftigen Argumenten wie auch hysterischem Geschrei – aus beiden Lagern gleichermaßen.

Zeit, dass ich mich da mal einklinke…

Gemecker

Laut und „dumm“

Ich bin ja mal gespannt, wann ich irgendwem genug auf die Zehen gestiegen bin, damit meine Seite vom Netz geklagt wird. Lange kann es nach diesem Post eigentlich nicht mehr dauern. Andererseits wird auch dieses Mal niemand direkt persönlich angegriffen. Ach so, vielleicht wäre es noch hilfreich, ein paar Stichworte zum heutigen Mecker-Thema loszulassen. Dass ihr da nicht selbst drauf kommt… tse.

Es geht um Narzissten (nicht zu verwechseln mit meinem Lieblingsgegnern, den Nazis; auch wenn es da durchaus Parallelen geben mag) und Beobachtungen von Dunning-Kruger-Effekt-Geplagten (siehe oben).
Ah, und wer im vorigen Absatz den Finger gehoben hat und sich angegriffen fühlte: Willkommen in der Welt der Dunning-Krugers!

Sinn und Unsinn

Sinn und Unsinn und … E-Scooter

Wieder mal ein Thema, um sich kräftig in die Nesseln zu setzen. Aber schön der Reihe nach.

In den Medien wurden und werden sie gehypet: E-Scooter. Oder meinetwegen auch „E-Tretroller“, „E-Roller“ oder was auch immer. Hauptsache es hat einen Lenker, Standfläche, Elektromotor und Akku. Der neue Trend in der innerstädtischen Mobilität.
Nachdem ich jetzt 3 Projektwochen in Hamburg inmitten dieser Dinger verbracht habe, erlaube ich mir einen skeptischen Blick.

Gemecker

Gesetzliche Impfpflicht

Es war vorhin mal wieder soweit… Mir ist das Meinungsfass übergelaufen.
Der folgende Text stammt aus meiner eigenen Facebook-Chronik und kommt jetzt noch zusätzlich hier hin, damit ich ihn irgendwann mal wieder finden kann. (Den Facebook-Rant erspare ich uns…)

Es geht um Impfgegner-Eltern und die am Wochenende durch die Medien getriebene Idee einer gesetzlichen Impfpflicht.
Ich würde darum bitten, nach Möglichkeit die Diskussion zu Facebook zu verlagern, damit ich nicht dort und hier die Kommentare überblicken muss und dann letztlich nur einzelne Fäden durcheinander bringe. Ich lasse die Kommentarfunktion aber offen für alle, die keinen Account beim „blauen Riesen“ haben.